Freundschaftsbesuch: Tillich zu Gast in Ober- und Niederösterreich

Die grenznahe Zusammenarbeit in der EU, Digitalisierung, Gesundheitswesen und Kultur waren Themen der Reise des sächsischen Ministerpräsident Stanislaw Tillich.

Vom 11. bis 13. April 2017 war er zu Gast in Ober- und Niederösterreich.

In Linz eröffnete Tillich den von der Wirtschaftsförderung Sachsen organisierten Kooperationsworkshop „Digitalisierung in der Fertigung und im Alltag“. Er unterstrich die führende Rolle des Raums Dresden, insbesondere der TU Dresden und deren Spin Offs für die Stärkung der IT-Kompetenz und die Modernisierung der zumeist kleinen bis mittelständischen Industrie in Sachsen. Er zeigte sich erfreut über die bereits bestehende enge Zusammenarbeit einiger sächsischer Unternehmen mit Oberösterreich. Hier zeige sich die Kompatibilität der beiden Wirtschaftsstandorte.

Tillich war der erste ausländische Besucher des neuen Landeshauptmann Thomas Stelzer in Oberösterreich. Beide betonten, wie wichtig die Zusammenarbeit der Regionen, unter anderem bei Fragen der Digitalisierung, Medizintechnik und Wirtschaft, für den Zusammenhalt der EU sei.

Mit der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner war sich Tillich am 13.04. einig, dass die sehr guten Kontakte zwischen den beiden Ländern noch ausbaufähig seien. Mikl-Leitner zeigte sich sehr interessiert an den Erfahrungen Sachsens in der Kinderbetreuung durch das „freiwillige Ganztagesangebot“, das 80 Prozent der Kinder nutzten. Auch über die Reform des Bildungssystems in Sachsen informierte sie sich.

In Niederösterreich wurde Ministerpräsident Tillich mit dem Goldenen Komturkreuz mit dem Stern des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich ausgezeichnet.

Beide Länder wollen den Erfahrungsaustausch zur Digitalisierung der Verwaltung vertiefen. Tillich schlug vor, dass man sich als ungefähr gleich großes Land auch bei der Wirtschaftsförderung ergänzen könne. So könnten niederösterreichische und sächsische Unternehmen mit einer gemeinsamen Delegation an interessanten internationalen Messen, etwa im Gesundheitsbereich, teilnehmen.