Einsatz für Deutschland: Übergabe der Honorarkonsuln in Salzburg

Das Amt des Honorarkonsuls, der an vielen Orten zusätzlich zu den diplomatischen und konsularischen Vertretungen arbeitet, ist in Salzburg neu vergeben worden. Honorarkonsuln werden dort ernannt, wo die Einrichtung einer konsularischen Vertretung zu aufwendig wäre, aber aufgrund der Zahl der ansässigen oder durchreisenden Deutschen eine örtliche Anlaufstelle sinnvoll ist.

Der deutsche Botschafter Johannes Haindl lud anlässlich dieses Wechsels am 19. April 2017 zu einem Empfang auf Schloss Leopoldskron in Salzburg ein. Neben dem bis dato amtierenden Honorarkonsul Dr. Helmut Gerlich und seinem Nachfolger Dr. Werner G. Zenz waren auch Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf und Vizebürgermeister Harald Preuner anwesend.

Botschafter Haindl dankte Gerlich, der seit 2010 das Amt des Honorarkonsuls innehatte, für seinen außerordentlichen Einsatz und seinen wertvollen Beitrag zu den österreichisch-deutschen Beziehungen. Gerlich, der selbst 1952 in Salzburg geboren wurde, verwaltete jährlich ca. 1500 Passanträge und 300 Beglaubigungen und war zuständig für jegliche Anfragen der 34.000 Deutschen, die im Bundesland Salzburg gemeldet sind. Für seine hochgeschätzte Arbeit wurde ihm das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Dem frisch gebackenen Honorarkonsul Dr. Zenz, der sein Büro ebenfalls im Bankhaus Spängler in Salzburg haben wird, dankte Botschafter Haindl für seine Bereitschaft, dieses Amt zu übernehmen und wünschte ihm für die Ausübung alles Gute. „Beziehungen zwischen Staaten und Regionen mit gleicher oder ähnlicher Muttersprache haben zuweilen zwar komplizierte Strukturen, das kommt zum Beispiel bei Fußballländerspielen zum Ausdruck, aber Deutschland und Österreich beziehungsweise Salzburg verbindet eben mehr als nur die Sprache", so Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf bei der offiziellen Bestellung des neuen Honorarkonsuls. Zenz ist einer von gegenwärtig 350 Honorarkonsuln. Es handelt sich um ehrenamtlich tätige Personen, die nicht unbedingt deutsche Staatsbürger sein müssen, sondern oft Angehörige des Empfangsstaates sind. Aufgrund ihrer langjährigen Berufserfahrung im Gastland verfügen sie über gute Kontakte, sind mit den örtlichen Verhältnissen vertraut und können daher Deutschen in Not wertvolle Hilfe leisten.