Christian und Isolde – Die Geschichte einer Flucht

Es ist 1965, Höhepunkt des Kalten Krieges. Isolde lebt in Ostberlin und studiert dort Medizin. Auf dem Weg zu Freunden nach Budapest trifft sie in einem überfüllten Zug den Schweden Hans Christian Cars, der auf dem Weg zu einem Studententreffen nach Prag ist. Weil er Isolde wiedersehen will, fährt er von Prag nach Budapest. Der Rest ist Geschichte: Und zwar eine ungewöhnliche Liebesgeschichte mit einer spektakulären Flucht aus der DDR.

Allen Grenzen und dem eisernen Vorhang zum Trotz verlieben sich Hans Christian und Isolde und beschließen das Unmögliche, die Flucht aus der DDR. Um Isolde bei ihrer Flucht behilflich zu sein, macht Hans Christian den Flugschein und mietet eine Cessna in Österreich. Von einer Weide in der damaligen Tschechoslowakei fliegt er mit Isolde über den Eisernen Vorhang in die Freiheit nach Westdeutschland. Das war am 20. August 1966. Nach fast 50 Jahren Ehe schrieb Cars die wahre Geschichte nun nieder*. „Isoldes Flucht aus der DDR“ erschien 2016 im Verlag der Anderen.

Am 27. Februar 2017 um 18.30 Uhr stellt das Ehepaar Cars sein Buch in der Diplomatischen Akademie Wien vor. Sie werden über ihre Erlebnisse und Ängste berichten, einige Passagen aus dem Buch vorlesen und Fragen über Ihre Flucht beantworten. Moderiert wird die Veranstaltung von Herman Mügge, ehemaliger Direktor bei UNIDO.

 

*Seit 1987 wohnen Hans Christian und Isolde Cars in Wien. Hans Christian war hier als Direktor bei UNRWA, der OSZE und der IAEO tätig und Isolde arbeite als Augenärztin bei der Wiener Gebietskrankenkasse.

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