Bayern und Österreich verbinden gemeinsame Wirtschaftsinteressen

Energie, E-Mobilität, Digitalisierung und Wissensgesellschaft sind Themen, die Österreich und Bayern gleichermaßen beschäftigen. Der Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie Franz Josef Pschierer war deshalb mit einer großen Wirtschaftsdelegation zu Gast in Österreich.

Vom 16. bis 18. Mai standen politische Gespräche und Branchenfachgespräche mit Vertretern österreichischer Unternehmen auf dem Programm. Fachveranstaltungen, Networking-Plattformen, Gespräche mit Fachorganisationen und ein Besuch bei Siemens Mobility rundeten das Angebot ab.

Seit Jahren bezieht Bayern die meisten seiner Importe aus Österreich. Im Vergleich der wichtigsten bayerischen Handelspartner weltweit steht Österreich auf Platz 2. Im Zeitraum Januar bis September 2016 betrug das Handelsvolumen knapp 22,4 Mrd. Euro. Alles deutet darauf hin, dass der Warenaustausch 2016 einen neuen Rekord verbuchen wird.

Die Zusammenarbeit zwischen Bayern und Österreich ist auf allen Ebenen konstruktiv, gut und vertrauensvoll. Die sehr gute wirtschaftliche Zusammenarbeit wollen wir in Richtung Hochtechnologie und vor allem bei den Zukunftsthemen Digitalisierung/ Industrie 4.0 und Energie weiter ausbauen.

Die Digitalisierung vieler Wertschöpfungsprozesse steht noch am Anfang. Junge, innovative Unternehmen sind oft Treiber dieser Prozesse, schaffen mit innovativen Produkten und Services neue Märkte und sind von großer Bedeutung für Wachstum und strukturellen Wandel in der Wirtschaft. In Österreich hat sich in den letzten Jahren eine dynamische Startup Szene entwickelt. Zahlreiche private und öffentliche Initiativen sind bestrebt, den Nährboden und die Erfolgschancen für Startups zu verbessern. Die Gründerszene beiden Länder besser wollen sich nun besser vernetzen, um gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft anzugehen.

Eine gesicherte, umweltfreundliche und bezahlbare Energieversorgung ist für den Erfolg eines Wirtschaftsstandortes von zunehmend zentraler Bedeutung. Energieeffizienz, Ausbau der erneuerbaren Energien und E-Mobility sind sowohl in Österreich als auch in Bayern zentrale Aufgaben. So möchte Bayern bis 2020 7.000 öffentliche Ladestationen für Elektroautos installieren. Dass diese Stationen auch im Nachbarland weit verbreitet sind, ist wichtig für den Erfolg alternativer Antriebssysteme.

Im Moment entwickelt die bayrische Regierung eine Ladeatlas-App. Denkbar ist, auch österreichische Ladestationen mit aufzunehmen.