Frühlingskonzert in der Botschaft

Zur musikalischen Frühlingsnacht „auf Flügeln des Gesanges“ hieß Gesandter Hartmut Krausser am 14. April zahlreiche Gäste in der Deutschen Botschaft willkommen.

Im heurigen Gedenkjahr anlässlich des 200. Geburtstages des Komponisten Franz Liszt lag der musikalische Akzent des Abends auf dem romantischen Lied des 19. Jahrhunderts.

Franz Liszt gilt als einer der prägenden Neuerer der Romantik und löste damals durch sein virtuoses Klavierspiel eine regelrechte „Lisztomanie“ aus. Neben Liszt standen weitere bedeutende Komponisten der Epoche wie z.B. Richard Wagner, Johannes Brahms oder Gustav Mahler auf dem Programm, die als kritische Geister wegweisend für das Musikleben ihrer Zeit waren.

Als wesentliche Anliegen der Romantik gelten heute noch die Betonung des gefühlvollen Ausdrucks in der Musik sowie die Verbindung mit literarischen Ideen oder Elementen der Volksmusik, wie sich an den ausgewählten Stücken des Abends gut nachvollziehen ließ.

Das anspruchsvolle Programm wurde dargeboten von den beiden deutschen Künstlern Alexandra Röseler (Mezzosopran) und Alexander Meinel (Klavier), die aus Leipzig zur musikalischen Frühlingsnacht angereist waren. Beide leben und wirken in der Stadt, die seit Johann Sebastian Bach als ein musikalischer Mittelpunkt Deutschlands gilt, der Heimstätte des Thomanerchors wie des Gewandhaus-Orchesters.  Schon zur Zeit der Romantik war Leipzig ein wichtiges Zentrum intellektuellen  Austauschs. Die Künstler ließen es sich nicht nehmen, am Schluss mehrere zum Frühlingsthema passende Zugaben zu spielen: So bildeten Robert Schumanns Lied „Frühlingsnacht“ aus dem Liederkreis op. 39 nach einem Gedicht  Joseph von Eichendorffs sowie Felix Mendelssohn-Bartholdys „Auf Flügeln des Gesanges“ den krönenden Abschluss eines unvergesslichen Abends in der Deutschen Botschaft.